Der zweite Tag des IV. Metrologischen Symposiums von RADWAG stand ganz im Zeichen hochpräziser Messungen und modernster Technologien, die in nationalen Metrologieinstituten zum Einsatz kamen. Im Fokus standen Lösungen, die höchste Genauigkeit mit langfristiger Messstabilität verbanden. Das Programm begann mit einem Besuch des Świętokrzyskie-Labors des polnischen Zentralamts für Maße und Gewichte (GUM) in Kielce. Die Teilnehmer erhielten exklusive Einblicke in die moderne Forschungs- und Laborinfrastruktur und lernten die Arbeit eines bedeutenden nationalen Metrologieinstituts kennen.
Das Vortragsprogramm widmete sich unter anderem dem Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Metrologie, der messtechnischen Rückführbarkeit von Massestandards, den Aufgaben nationaler Metrologieinstitute sowie der Digitalisierung von Messprozessen. Experten aus Polen, Tschechien, der Türkei, Deutschland, Großbritannien, den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten präsentierten aktuelle Entwicklungen und innovative Lösungen – von der Realisierung des Kilogramms und der Weiterentwicklung von Kibble-Waagen über die Laborautomatisierung bis hin zum Einsatz robotischer Massenkomparatoren. Darüber hinaus erfuhren die Teilnehmer, welchen Einfluss neue gesetzliche Anforderungen, darunter der EU AI Act, auf die gesetzliche und industrielle Metrologie hatten und welche Chancen und Herausforderungen sich daraus für die Branche ergaben.
Den Abschluss des Tages bildete ein festliches Abendessen, das Raum für persönlichen Austausch, neue Kontakte und die Anbahnung internationaler Kooperationen zwischen Vertretern nationaler Metrologieinstitute, Laboratorien und der Industrie bot.